Kurioses und Verschollenes aus drei Jahrzehnten

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Wer wie ich vor 30 Jahren als Quereinsteiger in der Fahrradbranche begonnen hat, hat in dieser Zeit viele spannende Entwicklungen und Trends miterlebt. Vieles davon hat das Radfahren einfacher und sicherer gemacht und begleitet uns bis heute.

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  • Download 5 Fotos Verschollenes und Kurioses 1900x1267 jpg zip 6mb | Fotocredits: Michael Baumgartner / KiTO
Kurioses und Verschollenes aus drei Jahrzehnten

Die Fahrradindustrie war schon immer besonders kreativ und erfinderisch,- und so hat nicht alles Neue die Bewährungsproben der Praxis und die letzten Jahrzehnte überdauert. Hier nur eine kurze Liste mit verschollenen technischen Schmankerln, die sicher manchen in Erstaunen versetzen können:

  • Die teilbare Hinterradnabe für Kettenschaltungen von WECO – erfunden um den Reifentausch zu erleichtern, indem Kette und Zahnkranz in Position bleiben: leider reichten bereits minimale Bedienfehler um die Nabe zu beschädigen…
  • Die ELAN 12-Gang Nabenschaltung von Sachs: teuer, schwer und ein zu geringer Übersetzungsbereich. Diese Eigenschaften haben für eine kurze Produktionszeit gesorgt.
  • Die 14-Gang Rohloff-Nabenschaltung, die nur wenig später auf den Markt kam, wird noch heute erfolgreich produziert…
  • Kirk Precision: Fahrradrahmen aus Magnesiumguss in der Optik von Stahlträgern. Sie wurden in den späten 80er Jahren in England produziert, waren aber auch nicht wirklich leichter als ein Stahlrahmen. Das Ende dieser eigenwilligen Konstruktion kam nicht unerwartet, aber so plötzlich, dass die wenigen verbliebenen Exemplare meistens in Fahrradmuseen zu besichtigen sind…
  • Shimano Auto-D: automatische Nabenschaltungen von Shimano gab es zuerst mit 4, später auch 3 oder 7 Gängen. Ab Ende der 90er Jahre wurde diese Komfortschaltung produziert, auch hier kam das Ende unerwartet früh. Heute gibt es in vielen E-bikes wieder automatische Schaltungen,- vielleicht war Shimano mit dieser Idee einfach noch zu früh…
  • 12 Volt Beleuchtung: Auch beim renommierten Beleuchtungshersteller “busch und müller” gab es kurioses,- ein sündhaft teures Fahrradbeleuchtungssystem, das sich am 12 Volt Beleuchtungsstandard orientierte, der sich seit den 60er Jahren bereits bei Autos und Motorrädern durchgesetzt hatte. Ein hoher Preis, ein erhöhter Rollwiderstand und das Aufkommen verbesserter LED-Technik waren hier maßgebliche Gründe für ein schnelles Ende…

Von Christoph Daim, Cooperative Fahrrad.

Für Rückfragen:
Christoph Daim
Cooperative Fahrrad
1060 Wien, Gumpendorfer Str. 111
+43 1 596 5256
coop@fahrrad.co.at

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