200 Jahre Fahrrad und 30 Jahre Cooperative Fahrrad

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Nicht oft hat man die Gelegenheit, zwei Jubiläen gleichzeitig zu feiern, aber 2017 ist es soweit: Wir feiern nicht nur den 200-jährigen Jahrestag der Erfindung des Fahrrades, sondern es ist auch genau 30 Jahre her, dass die Cooperative Fahrrad gegründet wurde.

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Fahrrad – das vielfältige Fortbewegungsmittel

Während das Fahrrad die Mobilität der Menschheit grundsätzlich verändert hat, sorgen wir seit Firmenbestehen für eine uneingeschränkte Mobilität unserer Kund/innen!

Nach nunmehr 30 Jahren sind wir aber noch lange nicht am Ende angekommen. Das Fahrrad gewinnt gerade heute wieder enorm an Bedeutung und es erfüllt uns mit Stolz einen kleinen Beitrag dafür geleistet zu haben.
Wir freuen uns somit auf ein aufregendes Jubiläumsjahr und eine Zukunft voller spannender Entwicklungen. Denn eines ist sicher:

“Das Fahrrad ist und bleibt ein wunderbarer Partner um Städte zu erkunden, auf Reisen zu gehen sowie schnell und bequem im Alltag unterwegs zu sein. Es ist ein faires und wandlungsfähiges Fortbewegungsmittel und bietet eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten und Einsatzgebiete”, meint das Team der Cooperative Fahrrad.

EIN URKNALL FÜR DIE MOBILITÄT

Seit 200 Jahren sind Menschen in Europa auf Fahrrädern unterwegs. Der Auslöser dafür liegt aber ganz wo anders. Auf der Insel Sumbawa (heutiges Indonesien) kam es 1815 zu einem Vulkanausbrauch mit fatalen Auswirkungen. Die Explosion kostete annähernd der gesamten Inselbevölkerung das Leben und eine globale Klimaveränderung führte zu einem Jahr ohne Sommer. Selbst in Europa waren massive Ernteeinbußen und Hungersnöte die Folge. Viele Nutztiere konnten nicht weiter versorgt werden und es galt eine Alternative zu Pferden als Reittiere zu finden.
1817 stellte Freiherr von Drais eine neuartige Laufmaschine vor. Mit diesem Gefährt war es erstmals möglich selbst längere Strecken aus reiner Menschenkraft zu bestreiten. Die Urform des heutigen Fahrrads war erfunden und es begann eine Erfolgsgeschichte die bis heute andauert.

AUFSTIEG UND FALL

Im Laufe der Jahre wurde die Laufmaschine stetig weiterentwickelt und das heutige Fahrrad entstand. Anfangs beschleunigte das Hinzufügen von Kurbel und Pedale das Rad und nach der kurzen Hochrad-Ära entstand am Ende des 19. Jhd. endlich das Niederrad mit Kettenantrieb und bequemen Luftreifen. Dieser neue Komfort verhalf dem Fahrrad schlussendlich zum internationalen Durchbruch.
Bis in die 1950er-Jahre blieb das Fahrrad ein wichtiges Fortbewegungsmittel für große Teile der Bevölkerung. Die aufkommende Motorisierung in Europa bremste jedoch das Fahrrad aus. In der zweiten Hälfte des 20. Jhd. wurde das Auto zum zentralen Fortbewegungsmittel und das Fahrrad verschwand immer mehr von den Straßen und aus dem Bewusstsein der Menschen.

DIE GRÜNDUNG DER COOPERATIVE FAHRRAD

In den 1980er Jahren wurden die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs auf die Umwelt und den Lebensraum Stadt immer deutlicher. Eine wachsende Zivilgesellschaft formierte sich und forderte nicht nur eine ökologisch verträglichere, sondern auch eine sozial gerechtere und ökonomisch effizientere Mobilität. Aus diesem Bewusstsein heraus gründete sich der Verein zur Förderung der Fahrradkultur, aus dem 1987 die Cooperative Fahrrad, als selbstverwalteter Betrieb, hervorging.

Zu dieser Zeit wurde das Fahrrad zwar hauptsächlich als Sportgerät verstanden aber durch den aufkommenden Mountainbike-Boom erfreute es sich grundsätzlich einer immer größeren Beliebtheit. Die Cooperative Fahrrad sah im Fahrrad jedoch stets mehr als das und betrachtete es auch als Fortbewegungsmittel im Alltag wie auf Reisen. Demnach spezialisierten wir uns in diesen Bereichen und das Sortiment umfasste Fahrräder und Zubehör, das sonst nur schwer in Österreich zu finden war.

Alltags- und Reiseräder, Hollandräder, Falträder, Packtaschen, Ledersättel, die neueste Mountainbike-Technik wie auch die hauseigene Fahrradmarke Bulldog prägten die ersten Jahre der Coop. Im Laufe der Jahre sind wir unserem Verständnis von Fahrrad zwar treu geblieben, haben es aber stets an aktuelle Anforderungen angepasst. So sind nicht nur Fahrrad- bzw. Kinderanhänger hinzugekommen, sondern auch ganz besondere E-Bikes.

DIE WIEDERENTDECKUNG

Seit den 2000er-Jahren boomt das Fahrrad wieder. Nicht nur als Fortbewegungsmittel sondern auch als Lifestyle-Produkt erfreut es sich einer immer größeren Popularität. Es wurde zentraler Bestandteil eines nachhaltigen

Lebensstils und immer mehr Kommunen haben es sich zum Ziel gemacht das Radfahren in Städten zu forcieren. So entsteht nicht nur neue Radinfrastruktur, sondern abseits davon schießen unzählige Projekte rund um das Thema Fahrrad aus dem Boden.

Das Fahrrad wird doch nicht nur wiederentdeckt, sondern auch weiterentwickelt: ob Lastenrad, E-Bike, Singlespeed und Fixie – Fahrräder bleiben einfach, schnell und zuverlässig und machen nicht nur großen Spaß, sondern erleichtern auch den Alltag.

Die Wiederentdeckung des Fahrrads ist somit mehr als nur die Steigerung des Radverkehranteils. Es ist ein Kulturwandel zu erkennen mit dem ein partizipatives Miteinander in Städten und eine großen Portion D.I.Y. einhergehen.

Hintergrund zur Firmengründung

Anfang/Mitte der 1980er Jahre betrieb der Verein für soziale Bildungsarbeit Projekte für schwer vermittelbare junge Arbeitslose in Wien. Eines dieser Projekte war eine Fahrradwerkstatt mit dem Namen Cooperative 2rad in der Mollardgasse.

Als das Projekt beendet werden sollte, engagierten sich einige Mitarbeiter/innen die den Betrieb unbedingt am Leben erhalten wollten. Gemeinsam mit Christian Pekar, der aus dem Kreis der Radlobby ARGUS zu ihnen stieß, konnten sie ihr Vorhaben durchsetzen und am 1. April 1987 die Cooperative Fahrrad als selbstständige und selbstverwalteten Betrieb gründen. Eigentümer des Unternehmens war der von den Mitarbeitern gegründete Verein zur Förderung der Fahrradkultur.

Für Rückfragen:
Dominik Mandl
Cooperative Fahrrad
1060 Wien, Gumpendorfer Str. 111
+43 1 596 5256
coop@fahrrad.co.at

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